Ulpia Traiana Sarmizegetusa
Sarmizegetusa ist die römische Kolonie Colonia Ulpia Traiana Augusta Dacica Sarmizegetusa, die Kaiser Trajan nach den Dakerkriegen als Hauptstadt der neuen Provinz Dacia gründete (ca. 108–110 n. Chr.). Die Ruinen liegen heute in einer weiten Talniederung, in deren Mitte sich die Überreste von Tempeln, Wohnhäusern, dem Forum und dem großen Amphitheater ausbreiten – Zeugnisse einer Stadt, die in ihrer Blütezeit zehntausende Einwohner*innen zählt.
Beim Gang über das Gelände fallen zuerst die klaren Grundrisse antiker Gebäude und Steinblöcke mit lateinischen Inschriften auf; daneben zeigen Infotafeln, wo einst Straßen, Thermen und Handelshäuser lagen. Archäologische Ausgrabungen und geophysikalische Untersuchungen legen immer wieder neue Details frei – von Wandfragmenten bis zu Spuren komplexer Wasserleitungen und einer großflächigen Villenanlage.
Wir haben während der letzten Jahre schon viele eindrucksvolle Ausgrabungen und archäologische Stätten besucht wie Olympia, Delphi, Pestum oder Pompeji. Die Anlage Sarmizegetusa kann sich damit natürlich nicht messen, aber wir genießen unseren kleinen Ausflug, streifen bei bestem Wetter durch die Ausgrabungen, freuen uns über die friedliche Stimmung. Eines wird uns nämlich immer deutlicher: es ist ganz wundervoll zu reisen und all die eindrücklichen Erfahrungen zu machen. Aber es liegt auch eine gewisse Anstrengung in all dem – ein totales Luxusproblem, das ist klar – aber wir haben schon so viel gesehen, so viel "Input" gehabt... all das will verarbeitet werden. Bis jetzt sind alle Unternehmungen super, wir treffen nur freundliche Menschen und selbst der unsägliche "Ananas-Trip" hatte seine guten Seiten. Die vielen Bilder, Gefühle, Gespräche und Gedanken müssen sich zwischendurch setzen. Und darum ist es wohltuend, mal etwas "normaleres" zu unternehmen – diese kleine Fahrt zu ein paar "Steinen", ein bisschen interessante Geschichte tanken und dann zurück zum Campingplatz, noch ein bisschen in der Sonne chillen.